Anmerkungen zum gestrigen SZ-Artikel

Mal sorgen sich die ansässigen Grünen um den Staat, mal um „den Ruf Ebersbergs“. Warum sorgen sie sich nicht um diejenigen, die von Nazis bedroht sind? Und meinen sie mit “intelligenten Aktionen” etwa tatsächlich den Quatsch, den die Grüne Jugend bereits veranstaltet hat? Nun spricht nichts dagegen, wenn lokale AntifaschistInnen „Kontakt zu Gruppen in München aufnehmen, die Erfahrung im Eintreten gegen Rechts“ haben, weshalb aber gerade eine Demonstration von einer solchen Gruppe als nicht ausreichend abgetan wird, ist völlig unklar. Zwar reicht eine solche Demonstration wirklich nicht aus, doch das tut die Aktion der GJ noch viel weniger, die ist selbst kritikabel. Zur Gewaltanwendung möchten die Grünen wahrscheinlich auch nicht aufrufen, wovon reden sie also?
Die weiteren Vorschläge sind jedoch durchaus tauglich. Man sollte dann bloß nicht meinen, daß man durch Ausstellungen und Referate einen Nazi wie Mahler (der übrigens weder NPD-Anwalt noch überhaupt Anwalt ist und vor Ebersberg seinen Wohnsitz in Klein-Machnow, nicht in Berlin hatte) und seine Anhängerschaft bekämpft bzw. das Nachwachsen von Nazis verhindert hätte. Denn Nazismus wird entgegen der Meinung vieler nicht durch mangelnde Bildung verschuldet.