Um die Zielsetzung dieser Seite erklären zu können, ist es notwendig, zuallererst die Probleme zu bestimmen, mit denen wir uns im Landkreis Ebersberg konfrontiert sehen. Ganz offensichtlich sind die Nationalsozialisten jeden Alters eine Bedrohung für jede(n), der/die in ihr Feindbild paßt. Um es kurz aufzulisten: Nazis sind rassistisch, antisemitisch, antikommunistisch, usw., also allen Menschen feindlich gesinnt, die sie als schädlich für das deutsche Volk bzw. die deutsche Nation ausgemacht haben. Das bedeutet, daß all diese Menschen einen möglichst guten Schutz benötigen. Polizei und Verfassungsschutz gehen zwar immer wieder gegen Nazis vor, doch es ist offensichtlich, daß oftmals ein gut organisierter Selbstschutz in Form linker Strukturen wirksamer ist. Dieser fehlt im Landkreis Ebersberg vollkommen. Nicht zufällig haben sich prominente Nationalsozialisten wie Sylvia Stolz und Horst Mahler in Ebersberg niedergelassen. Sie müssen hier mit keiner ortsansässigen Antifa oder ähnlichen Organisationen rechnen. Die Demonstration gegen die Rechtsanwältin Stolz wurde bezeichnenderweise von einer Münchner Gruppe auf die Beine gestellt. Um es nun auf den Punkt zu bringen: Linke Strukturen sind im Landkreis bitter nötig, um den wiederholten Übergriffen prügelnder Nazibanden effizient gegenübertreten zu können und um zu verhindern, daß hier ein Erholungsort für Führungspersönlichkeiten der nazistischen Szene entsteht. Zur Bildung solcher Strukturen wollen wir mit dieser Seite einen Beitrag leisten, indem wir Informationen sammeln und online anbieten. Wer uns dabei helfen kann, ist hiermit dringend dazu aufgerufen, dies auch zu tun!

Wir wollen uns jedoch nicht auf Antinazismus beschränken, sondern haben ebenfalls vor, auch alle anderen rassistischen, antisemitischen oder sonstwie menschenfeindlichen Vorfälle öffentlich zu sammeln und zu kritisieren! Dazu gehören brutale Polizeieinsätze gegen Jugendliche genauso wie diskriminierende Hetze gegenüber Behinderten, wie sie leider auf Schulhöfen an der Tagesordnung steht. Auch hierbei sei um rege Mithilfe gebeten, denn ohne diese, also ohne eine Vernetzung kritischer Menschen, werden die Zustände weder im Landkreis noch irgendwoanders lebenswerter!
Um nicht falsch verstanden zu werden: Uns liegt nichts, aber auch gar nichts daran, im Interesse des Landkreises oder der Städte und ihrer Bürgermeister zu handeln, also Ehrenrettung zu betreiben. Wir handeln im ganz eigenen Interesse, wenn wir Nazis und anderen (lebens)gefährlichen Ideologen entgegentreten. Denn von ihnen werden wir bedroht; ein Leben nach ihren Vorstellungen wollen wir nicht führen, sondern wir beharren darauf, daß ein lebenswertes Leben gleichzeitig ein selbstbestimmtes Leben ist.